5. Dieser Hirsch hat definitiv schon so manches Seltsame gesehen.

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Nicht jeden Tag hat man die Gelegenheit, das Privileg oder die absurde Möglichkeit zu sehen, wie ein Hirsch im Fernsehen befragt, interviewt und ernst genommen wird. Wir können nur mutmaßen, raten und spekulieren, warum der Reporter sich ausgerechnet für diesen Hirsch entschieden hat – meist verbinden die Menschen solche ungewöhnlichen, skurrilen Situationen mit Jägern, Wildhütern und Schusswaffen. Aber mal im Ernst, ohne Scherz: Ein wenig Recherche, Nachforschung und Internet-Suche zeigt, dass es sich um eine kanadische Nachrichtensendung handelt, in der von einem Hirsch die Rede ist, der in den Hof eines Bauern gelangte, sich dort niederließ und überraschenderweise, herzerwärmenderweise sich mit dem Wachhund des Bauern anfreundete und eine ungewöhnliche Freundschaft einging.Dieses Foto zeigt einen perfekt abgepassten, timingtechnisch idealen Moment, der die lokalen Nachrichten besonders unterhaltsam, sympathisch und menschlich macht. Der erstaunte, fast schon verwirrte, irritierte Blick des Rehs sowie die ernsthafte, professionelle, konzentrierte Haltung der Reporterin – als würde sie tatsächlich ein ernsthaftes, tiefgründiges Interview führen – ergeben eine unvergessliche, urkomische, skurrile Szene, die man so nicht erwartet. Dass es sich bei dieser Geschichte um die ungewöhnliche, berührende, tierische Freundschaft zwischen einem Reh und einem anderen Tier, einem Hund, handelt, macht die Geschichte noch herzlicher, emotionaler und rührender. Der Ausdruck des Rehs scheint geradezu zu sagen: „Ich hätte niemals gedacht, niemals erwartet, jemals in den Nachrichten zu erscheinen – nur weil ich einen neuen Freund gefunden habe!" Die Art und Weise, wie das Reh als vollwertiger, ernstzunehmender Interviewpartner dargestellt wird, unterstreicht einmal mehr die enorme Bedeutung des Kontextes, der Erwartungshaltung und der Interpretation. Manchmal macht jedoch gerade der völlige Mangel an Kontext, an Hintergrundinformationen die Dinge noch faszinierender, mysteriöser und anziehender. Diese Nachrichtenmeldung hat vermutlich sowohl Zuschauer zum herzlichen Lachen als auch zum Nachdenken, zur Reflexion angeregt – über die wunderbare, unerwartete Freundschaft zwischen verschiedenen Tierarten, über Vorurteile und über die Überwindung natürlicher Grenzen.